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Stadt Bad Gandersheim


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Überblick über die aktuellen Gandersheimer Domfestspiele

Cabaret

"Willkommen, bienvenue, welcome..."

Deutschland in den dreißiger Jahren aus der Sicht eines amerikanischen Schriftstellers

Der Name der Rose

"Der Name der Rose" wird in diesem Jahr als das erfolgreiche Schauspiel des Vorjahres wieder aufgenommen. Die Inszenierung hat eine weitere Straffung erfahren und auf einige Nebenstränge der Handlung wurde verzichtet, um den spannungsreichen Haupthandlungsfaden des Krimis aus dem Mittelalter noch deutlicher hervorzuheben. Dem Zuschauer wird es so noch leichter, in die recht komplizierten Rahmenerzählungen eines theologisch-philosophischen Konflikts der Scholastik einzusteigen und die aufkommenden Gedanken der Aufklärung besser zu erkennen. Und so wird der Effekt, den die Inszenierung schon im letzten Jahr erzielte, nochmals gesteigert. Das Publikum erklärte nahezu übereinstimmend, dass es bei der Aufführung vor dem Dom, entgegen der Erfahrungen bei der Lektüre des Romans und auch beim Betrachten des Films, jetzt möglich war, den Inhalt von "Der Name der Rose" einmal vollständig zu erfassen.

Nathan der Weise

Giordano Bruno

Im Kloster Br&R7R[K geben. Der große deutsche Schauspieler Dieter Laser, der vor allem durch seine Filme mit Volker Schlöndorff und Hans Geissendörfer weltweiten Ruhm erlangte, wird sich hier in einem wahrhaft existenziellen Monolog in die Haut des Giordano Bruno versetzen. Das Stück "Der Spiegel des Unendlichen" ist aus dem viel diskutierten Buch "Giordano Bruno" von Eugen Drewermann erarbeitet und die Uraufführung findet am 6. August um 20 Uhr in der Klosterkirche Brunshausen statt. Mit "Nathan", "Der Name der Rose" und "Der Spiegel des Unendlichen" liegen damit drei Stücke vor, die sich innerhalb des Spielplans - zu Ehren des Namens dieser Sommerfestspiele, und mittlerweile schon traditionell unter der Intendanz von Georg Immelmann -, mit der Geschichte und den Geschichten der Religion befassen.

Der Schmerz-Das Menschengeschlecht

Eine weitere Uraufführung (am 8. August, 20 Uhr) in Brunshausen wird die szenische Umsetzung einer Collage aus zwei Büchern sein. Marguerite Duras "Der Schmerz" und Robert Antelmes "Das Menschengeschlecht"

Ali Baba und die vierzig Räuber

Für die ganze Familie und natürlich für die Schulklassen der gesamten Region steht "Ali Baba und die vier(zig) Räuber" auf dem Spielplan (Premiere am Samstag, dem 3. August um 15 Uhr). Die Fassung von Dietrich Taube mit der Musik von Alexander Geringas hat sich als handlungsreiche, spannende und amüsante Bühnenumsetzung der berühmten Geschichte aus 1001 Nacht schon oft bewährt. Für die Kinder sind die vielen Grausamkeiten, die die Originalgeschichte aus 1001 Nacht berichtet, natürlich herausgenommen. Den Autor und den Regisseur interessieren andere Zusammenhänge viel mehr. Dem Autoren ist es wichtig zu zeigen ,dass es nicht immer am eigenen Kopf selber liegt, ob aus schwierigen Situationen eigene Auswege gefunden werden. So ist Ali (Simon Chen) auf seine Frau Mardschana (Melanie Blocksdorf) in der Lösungsfindung sehr angewiesen. Aber auch die kommt nur mittels Überlegen und Ausprobieren auf den richtigen Pfad. Und auch die Räuber müssen ihre Strategien miteinander finden. Auch wenn, wie in jedem Märchen am Ende das Gute über das Böse siegt. Den Regisseur Georg Immelmann interessiert dagegen, wie er die jungen Zuschauer mit einer fremden Welt in Kontakt treten lassen kann. Das Exotische der arabischen Spielorte und die Eigenheiten der Menschen, die den Orient bevölkern, möchte er so darstellen, dass die Neugier geweckt wird, mehr über diese Menschen und ihre Lebensgewohnheiten wissen zu wollen. Und das Wissen über das Fremde überbrückt die Vorurteile, ermöglicht Freundschaften und verhindert verallgemeinerte Feindschaften.



[ko, 17.06.2010]
 



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