

Neben musikalischen Intermezzi des Duos mit Aninka Keding (Querflöte) und Franziska Hohls (Gitarre) aus den Reihen des Kulturforums gehörte zwei Vorträge zu den Kernstücken des Empfangs, der nach den Ausführungen der Referenten aber noch genügend Zeit für lockere Gespächsrunden ermöglichte.
Der Regionalgeschäftsführer Nord der HELIOS Kliniken Deutschland - Franzel Simon (Schwerin) - informierte anschaulich mit Beamer-Technik über sein Unternehmen und speziell über Angebote und Perspektiven der HELIOS-Klinik Bad Gandersheim. Seine Bekenntnis zum Klinik-Standort Bad Gandersheim fand den spontanen Applaus der Gäste des Abends.
Den Auftakt der Veranstaltung bildete die traditionelle Neujahrsansprache von Bürgermeister Heinz-Gerhard Ehmen, der sich umfassend zur Situation der Stadt Bad Gandersheim äußerte. Rückschau und vor allen Dingen Ausblick standen im Mittelpunkt seiner Ausführungen, die wir nachfolgend dokumentieren.

Meine sehr geehrte Damen und Herren,
ich begrüße Sie alle ganz herzlich zum 8. Neujahrsempfang der Stadt Bad Gandersheim. Ich freue mich, dass Sie meiner Einladung so zahlreich gefolgt sind und möchte Ihnen und Ihren Angehörigen zunächst ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2010 wünschen.
Ich freue mich, dass uns heute wieder ein gemeinsamer "offizieller Jahresauftakt" durch Kooperation und Unterstützung möglich wird. Ich danke dem Landkreis Northeim als Schulträger und dem Roswitha-Gymnasium mit seinem Schulleiter Herrn Hans-Joachim Baade, dass wir wiederum dieses Forum für den heutigen Empfang nutzen können. Auch Ihnen, verehrter Herr Baade, gilt mein Willkommensgruß.
Mein Dank gilt auch der Helios Klinik Bad Gandersheim, die durch ihre Förderung die heutige Veranstaltung maßgeblich unterstützt. Darüber hinaus präsentiert die örtliche Helios Klinik heute umfassend über ihr Leistungsspektrum. Sie sehen alle den Informationsstand und haben ihn teilweise schon genutzt. Mehr noch: Ich darf ganz herzlich Herrn Franzel Simon als Regionalgeschäftsführer der Helios-Region Nord aus Schwerin begrüßen, der zu uns sprechen wird.
Gesundheit ist unser aller höchstes Gut. Wir rücken damit ein zeitlos aktuelles Thema in den heutigen Mittelpunkt, dass stetig unser aller Interesse findet. Ich freue mich schon jetzt auf ihre Ausführungen, verehrter Herr Simon, möchte es aber nicht versäumen, auch die Geschäftsführerin der Helios Klinik Bad Gandersheim, Frau Julia Schürmann, und den ärztlichen Direktor des Hauses, Herr Dr. Hinrich Bönicke, herzlich willkommen zu heißen.
Lassen Sie mich aber über unser Hauptthema hinaus einige grundsätzliche Anmerkungen zur Situation der Stadt Bad Gandersheim machen. In Zeiten von globalen und lokalen Finanzkrisen liegt ein besonders schwieriges Jahr hinter uns. Die Stadt musste, wie im Haushaltssicherungskonzept vorgegeben, durch verschiedenartige Einschnitte ihr bisheriges Leistungsspektrum deutlich einschränken.
Die Konzeption und die politischen Entscheidungen zur städtischen Haushaltskonsolidierung waren aber zwingend notwendig, um die kommunale Handlungsfähigkeit wieder zu gewinnen und mittel- und langfristig Perspektiven für die Lebensqualität für die Menschen in unserer Stadt aufzuzeigen. Kassenkredite in Höhe von über 30 Millionen Euro haben uns nahezu an die Spitze der Schuldenhitliste in Niedersachsen gebracht.
Es war eine mutiger Schritt des Rates als er im September 2008 das Haushaltssicherungskonzept beschlossen hat. Die Einschnitte ins tägliche kommunale Leben waren immens, die Zukunft völlig ungewiss.
Heute, nachdem wir im vergangenen Jahr den schwierigeren Teil des Haushaltssicherungskonzepts (HSK), nämlich die Umsetzung, zu erledigen hatten, wissen wir, dass sich die Anstrengungen gelohnt haben.
Die Stadt musste sich nahezu aller freiwilligen Aufgaben entledigen um das Ziel, wieder in die Nähe ausgeglichener Haushalte zu kommen, zu erreichen.
Wo sich die Stadt aus vielen Handlungsfeldern ganz oder teilweise zurückziehen musste, sind aber vielerlei Initiativen entstand, um diese "Lücken" auszufüllen. Es gehörte für mich gerade im abgelaufenen Jahr 2009 zu den schönsten Erfahrungen, dass in Zeiten der Wirtschaftskrise in vorbildlicher Weise ehrenamtliche Initiativen entstanden sind, um die Werte der örtliche Lebensgemeinschaft in den verschiedensten Bereichen zu unterstützen und zu fördern.
Es gibt eine Vielzahl positiver Beispiele für hohen Einsatz in Kernstadt und Dörfern - ich möchte das unermüdliche Engagement der "Solebad-Retter", die wertvolle Arbeit der Museumsfreunde und von Concerto Gandersheim, des Kur- und Verkehrsvereins (KVV), des Gandersheimer Wirtschaftsforums (GWF), der Weltbühne Heckenbeck, des Kinovereins "Gandeon" oder das des "Bündnisses für Familie" nennen.
Es sind aber darüber hinaus viele Initiativgruppen, Menschen in den Dörfern zu nennen, die zielführende Arbeit leisten und finanzielle Eigenmittel einbringen, um den Fortbestand von Dorfgemeinschaftshäusern, Sportanlagen oder Bolzplätzen zu sichern und um Grünflächenpflege in Eigenregie zu übernehmen.
An dieser Stelle seien auch die Feuerwehren zu nennen, die ehrenamtlich eine Pflichtaufgabe der Stadt übernehmen und viele Stunden Freizeit opfern.
Ich möchte mich bei allen Initiativen, bei allen Menschen unserer Stadt bedanken, die sich mit hohem Einsatz eingebracht haben und dies auch künftig tun wollen. Es ist mir von vielen Menschen gesagt worden, dass das "Wir-Gefühl" in unserer Stadt sich deutlich verbessert hat.
Dieses "Wir-Gefühl" der besonderen Ausprägung brauchen wir heute und zukünftig mehr denn je und es ist für uns alle eine besondere Erfahrung zu wissen, welche Leistungen engagierte Menschen erbringen können, die ein gemeinsames Ziel haben.
Ich darf Ihnen versichern, dass die Stadt Bad Gandersheim ihre "Hausaufgaben" in Sachen Privatisierungen und gedrosselten Kostenstrukturen erledigt hat. Ich danke dem Rat, der durch entsprechende Beschlüsse die Grundlage zur Neupositionierung unserer Stadt gelegt hat.
Unsere Strategie erfolgt in enger Absprache mit den Aufsichtsbehörden und wird von diesen ausdrücklich anerkannt und gefördert. Ganz besonders möchte ich dem Land Niedersachsen mit der Regierungsvertretung in Braunschweig und dem Landkreis Northeim für die konstruktive und hilfreiche Begleitung auf unserem Weg in die Zukunft danken.
Ich bin fest davon überzeugt, dass die Erfolge unserer Arbeit und Beschlüsse schon bald sichtbar sein und greifen werden. Wir setzen alles daran, schon ab dem Jahr 2012 - erstmals nach 19 Jahren - wieder einen ausgeglichenen Haushalt zu präsentieren, sofern das Land Niedersachsen - wie im "Zukunftsvertrag" vorgesehen - die Entschuldung der Stadt maßgeblich unterstützt.
Wie aber leben wir weiter mit den Auswirkungen der Haushaltskonsolidierung?
Zunächst können wir feststellen, dass die Geschäftsgrundlage der Stadt trotz intensiver Konsolidierung weiterhin gegeben ist. Unsere Anliegen in den Bereichen Gesundheit, Tourismus und Kultur werden weiterhin existent sein und zukünftig die Wirtschaftskraft unserer Stadt stärken und Arbeitsplätze vorhalten.
Eine weiterhin wesentliche Rolle fällt Bad Gandersheim als Gesundheitsstandort zu. Die Stadt muss die Rahmenbedingungen für unsere Dienstleister schaffen und erhalten. In diesen Bereich fällt die Neu-Prädikatisierung als "Staatlich anerkanntes Heilbad". Wesentliche Kriterien für dieses Vorhaben sind bereits erfüllt:
- mit dem Verkauf des Kurmittelhauses ("Vitalpark") steht auch zukünftig eine zentrale Gesundheitseinrichtung zur Abgabe des ortsgebundenen Heilmittels Sole zur Verfügung. Nach Abschluss des Dienstleistungskonzessionsvertrages ist diese Voraussetzung für die nächsten 15 Jahre erfüllt.
- Ein Haus des Gastes, als Schulungs- Informations- und Aufenthaltsbereich für Gäste der Stadt wird integrativer Bestandteil des KMH und ist ebenfalls durch den Dienstleistungskonzessionsvertrag gesichert.
- Eine Klimaanalyse hat nach 2-jähriger Messreihe das Ergebnis gebracht, dass Bad Gandersheim die klimatischen Voraussetzungen für die Heilbadanerkennung erfüllt.
- Dies gilt ebenso für die Luftqualität, das örtliche Heilwasser, die therapeutische Eignung der Sole usw.. Alle medizinischen Kriterien konnten bestens erfüllt werden.
- Für die Gästeunterhaltung ist ebenfalls gut gesorgt. Ergänzt um die Programme der Kulturanbieter Domfestspiele Concerto Gandersheim, PzG, "Welltbühne Heckenbeck", Stadttheater, Kino "Gandeon" etc. darf der Gästeunterhaltung in Bad Gandersheim ganz gewiss eine Ausnahmestellung innerhalb des Kreises der nds. Heilbäder zugeschrieben werden.
- Gästeunterkünfte: Hier ergibt sich durch einen ausgesprochen hohen Anteil bereits zertifizierter Unternehmen eine Erwartungssicherheit für Gäste der Stadt Bad Gandersheim.
- Die städtische Touristinformation ist mit der I-Marke des deutschen Tourismusverbandes zertifiziert. Diese Qualitätsvoraussetzung garantiert eine serviceorientierte Aufgabenerledigung und ist für ein Heilbad vorzuhalten.

Ich gehe davon aus, dass wir in diesem Jahr das Prädikat Heilbad neu verliehen bekommen.
Hierbei hilft insbesondere die gute Arbeit und die guten medizinischen Angebote der Paracelsus Reha-Kliniken Bad Gandersheim.
Ich bin den Paracelsus-Kliniken Deutschland und den Paracelus-Kliniken Bad Gandersheim dankbar, dass sich Geschäftsführung und Verwaltungsdirektion immer zum Klinik-Standort Bad Gandersheim bekannt haben und für unsere Stadt den wesentlichen Leistungserbringer für medizinischen Reha-Dienstleistungen darstellen.
Was bringt die Zukunft für BG weiterhin:
Jugendpflege
Immer wieder wird in diesem Zusammenhang der Bereich "Jugendpflege" genannt, zu Recht. Können wir, wenn es um die Zukunft unserer Stadt geht, gerade dort sparen, wo unsere Zukunft greifbar ist, bei unseren Kindern und Jugendlichen? Wir werden mit dem Träger der Jugendhilfe, dem Landkreis weitere intensive Gespräche führen, um eine Situation für unsere Jugendlichen zu erreichen, die die derzeitige nicht verschlechtert.
Bücherei
Es ist das Bestreben von Bad Gandersheim als Stadt der ersten deutschen Dichterin Roswitha, unsere Bücherei auch zukünftig zu erhalten. Hier bin ich dankbar, dass sich auch hier Menschen gefunden haben, die die Fortführung dieser Einrichtung auch zukünftig ehrenamtlich ermöglichen. Schon in den nächsten Wochen wird unsere Bücherei in den "Vitalpark" in der Hildesheimer Straße umziehen und dort einen neugestalteten Standort erhalten.
Hallen- und Freibad
Mit einer beispiellosen Energieleistung haben die "Solebad-Retter" unser Waldschwimmbad auf Vordermann gebracht und für die neue Inbetriebnahme vorbereitet. Freuen wir uns alle, dass die offizielle Wiedereröffnungsfeier am 20. Februar 2010 erfolgen kann. Vielleicht kann der Schwimmbetrieb sogar schon einige Tage früher beginnen. Ich glaube fest daran, dass die Solebad-Genossenschaft erfolgreich sein wird und langfristig diese wichtige Einrichtung für Bürger und Gäste vorhalten kann.
Einkaufszentrum
Kontrovers diskutiert wird immer wieder die Situation des Einkaufszentrums in der Neuen Straße und eine angestrebte Verlegung in den Schwarzen Weg. Hierzu kann ich Ihnen sagen, dass sich diese Angelegenheit im Prüfungsverfahren befindet und die eindeutige Position des Landkreises Northeim hierzu noch aussteht. Von den rechtlichen Rahmenbedingungen wäre eine Bebauung im Überschwemmungsgebiet eigentlich nicht möglich. Ich habe mich aber in den Gesprächen von den Marktbetreibern überzeugen lassen, das der aktuelle Standort nicht zukunftsfähig ist. Insofern kann man das Thema Märkte nicht vom Tisch wischen, wir werden eine Lösung finden müssen, die uns wieder Käufer in die Stadt bringt und idealerweise auch innenstadtnah ist.
Zu Situation des leer stehenden REWE-Großverbrauchermarkts in der Neuen Straße möchte ich Ihnen mitteilen, dass sich eine Nachnutzung des Areals anzudeuten scheint. Ebenso hege ich berechtigte Hoffnungen, dass in absehbarer Zeit die Problemstellung um das Oppermannsche Grundstück in der Neuen Straße gelöst werden kann und diese Fläche für eine zielführende städtebauliche Entwicklung genutzt werden kann.
Kindergärten
Die Situation um die Kindergärten in Bad Gandersheim wird demnächst mit dem Landkreis Northeim abschließend geklärt werden. Die Situation, dass die Kindergärten in Bad Gandersheim unter der Regie des Landkreises erheblich teurer für die Stadt wird, kann bei den Sparzielen die wir uns auferlegt haben, nicht hingenommen werden. Entweder wird der Landkreis preiswerter oder wir müssen diese Aufgabe wieder zurückholen.
380-KV-Leitung
Dieses Thema werden wir zusammen mit den Initiativen weiterhin aufmerksam beachten. Es sind bereits Informationsveranstaltungen in Vorbereitung.
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
unsere Bemühungen, die Stadt wirtschaftlich neu aufzustellen, soll natürlich nicht nur zu lasten der BürgerInnen gehen, auch Rat und Verwaltung habén sich neu aufgestellt.
Zunächst wird der Personalabbau bis zum Jahr 2015 fortgesetzt, rund ein Dutzend Vollstellen werden nach Abgang der MitarbeiterInnen nicht wieder besetzt.
Die Struktur der Verwaltung von ehemals 6 Ämter über 4 Fachbereiche wird sich dahingehend ändern , dass ab diesem Jahr nur noch 2 Fachbereiche bestehen werden.
Die Anzahl der Mitarbeiter auf dem niedrigen Niveau wird eine komplette Aufgabenerledigung nicht mehr garantieren können. Wir werden mehr und mehr im Bereich der "Interkommunalen Zusammenarbeit" (IKZ) Lösungen suchen müssen. Und wenn ich das Thema richtig einschätze, wird aus IKZ später eine Fusion mit anderen Kommunen unumgänglich sein.
Hiermit verbunden ist ein Thema, welches in den vergangenen Wochen mächtig Wirbel ausgelöst hat: Die Kreisfusion. Ich begrüße ausdrücklich den Vorstoß der Landräte, weil damit eine Diskussion in Gang gesetzt wurde, die längst notwendig war.
Auch wenn bei der Veröffentlichung dieses Gedanken vielleicht andere Wege hätten beschritten werden sollen, Fakt ist: Alle Beteiligten in Südniedersachsen beschäftigen sich nun mit diesem Thema. Dies ist zu begrüßen, vor allem weil wir seit langen in scharfen Wettbewerb mit anderen Regionen stehen.
Ich würde es begrüßen, wenn in den nun folgenden Studien zu diesem Thema herausgearbeitet würde, welche wirtschaftlichen Vorteile Fusionen brächten und ob ein Großkreis Süd-Niedersachsen gebildet werden sollte - mit Einbeziehung von Göttingen als Oberzentrum wäre sicherlich vorteilhaft.
Es kann hier nur darum gehen durch Fusion eine wirtschaftliche Stärkung zu erreichen und damit die Zukunftsperspektiven in Südniedersachsen nachhaltig zu verbessern.
Unsere wesentlichen lokalen Entwicklungspotenziale liegen weiterhin in den Bereichen Kultur, Tourismus und Gesundheit. Ich möchte in Erinnerung rufen: circa 20 Mio. Euro Wirtschaftskraft werden in diesen Bereichen jährlich generiert.
Im Kulturbereich werden die Domfestspiele 2010 ihre erste Spielzeit in der Regie der neuen Rechtsträgerschaft erleben. Ich danke in diesem Zusammenhang der Kultur-Stiftung des Landkreises Northeim, die den ehemaligen städtischen Zuschuss übernehmen wird.
Mein Dank gilt auch der Kreissparkasse Northeim, dem Förderverein und vielen kleinen und großen Sponsoren.
Die GmbH steht kurz vor der Gründung. Beide notwendigen Geschäftsführer sind gefunden. Für den künstlerischen Teil wird der GF Johannes Klaus heißen, für den kaufmännischen Bereich konnten wir den ehemaligen GF und Theaterfachmann Ulrich Klötzner gewinnen. Natürlich werden die Domfestspiele in bewährter Form weiter durch Frau Briks und Herrn Mittwoch aus dem Kulturamt der Stadt begleitet.
Positive Nachrichten darf ich Ihnen von unserer Ausstellung "Portal zur Geschichte" vermelden. Dieser Tage konnte die wissenschaftliche Leitung unserer anerkannt hochwertigen Einrichtung durch Herrn Dr. Thomas Labusiak bis zum Jahr 2014 gesichert werden.
Gesichert ist inzwischen auch die Finanzierung des 3. Bauabschnitt in der "Galerie" der Klosteranlage Brunshausen, wofür ich insbesondere Herrn Tobias Henkel von der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz herzlich danken möchte. Hierdurch dürfte unsere erlebenswerte Präsentation eine weitere inhaltliche Aufwertung erfahren.
Ich freue mich besonders, dass das "Portal zur Geschichte" im laufenden Kalenderjahr ebenfalls durch die niedersächsischen. Stiftungen in die Lage versetzt sein wird, eine Sonderausstellung anzubieten, die die große Bedeutung der einstigen Stiftsbibliothek in den Vordergrund stellt.
Ich darf Sie schon jetzt einladen, das PzG für die Sonderpräsentation "Unbekannte Bücher - Schätze aus dem Frauenstift Gandersheim" zu besuchen.
Bad Gandersheim lebt von der Vielfalt der Kulturinitiativen, wo vielerorts großartige Arbeit geleistet wird. Unsere touristischen Bemühungen bereichern besonders "Concerto Gandersheim" mit der neuen Stiftung als Finanzierungsgrundlage, die "Weltbühne Heckenbeck", der Kur- und Verkehrsverein Bad Gandersheim (KVV) und auch das örtliche Kinoverein "Gandeon".
Diese Institutionen leben von enormen Engagement ihrer Mitglieder und Unterstützer. Sie schaffen es inzwischen, ohne kommunale Förderung mit hochwertigen Veranstaltungen das Jahresprogramm unserer Stadt deutlich zu bereichern.
Mein Dank gilt aber auch dem Gandersheimer Wirtschaftsforum (GWF) und namentlich dem Arbeitskreis Stadtfeste für die Ausrichtung unserer vielbesuchten Festlichkeiten wie Frühlingsfest, Bauernmarkt, Altstadtfest oder Weihnachtsmarkt.
Unsere kulturellen Aktivitäten stehen in engem Zusammenhang mit unseren Bemühungen um touristische Attraktivität. Hier sind es besonders die touristischen Standards, die die Veranstaltungsaktivitäten flankieren und neue Gäste in die Stadt bringen und ehemalige Gäste zum Wiederkommen bewegen.
Auch in dieser Richtung unternehmen wir verstärkte Anstrengungen, derzeit durch die fortlaufende Zertifizierung unserer Beherbergungsbetriebe und durch verstärkte Zusammenarbeit mit touristischen Dachverbänden wie dem Harzer Tourismusverband (HTV) oder dem Heilbäderverband Niedersachsen.
Neue Gäste bringt insbesondere auch ein Mann in unsere Stadt: Alexander Walzer. Ich möchte den heutigen Anlass nutzen, mich bei ihm öffentlich zu bedanken, dass er unsere Stadt in der deutschlandweiten Fernsehlandschaft bekannt gemacht hat. Alexander Walzer vom Ramba-Zamba-Markt in der Northeimer Straße sorgt für ein Stadtmarketing der besonderen Art.
Zahllose E-Mail- und Telefonanfragen allein bei der Stadtverwaltung und Auto-Kennzeichen aus allen Teilen der Bundesrepublik auf Ihrem Parkplatz und in der Nähe des Marktes belegen uns eindrucksvoll, welch wertvollen Beitrag Sie für die allgemeine Wirtschaftsförderung in unser Stadt leisten. Dafür vielen Dank und weiter so, lieber Herr Walzer.
Ich freue mich aber auch, dass wir mit der HELIOS Bad Gandersheim ein modernes Akut-Krankenhaus am Ort mit einem beachtlichen Spektrum von qualifizierten Gesundheitsdienstleistungen mit qualifizierten und motivierten Mitarbeiter/innen haben.
Ich bin gespannt auf die Ausführungen von Herrn Regionaldirektor Franzel Simon, der unsere heutigen Zusammenkunft in wenigen Minuten mit einem Vortrag über Angebote und Perspektiven seiner Gesundheitseinrichtung in der Albert-Rohloff-Straße bereichern wird.
Bevor ich das Wort an Herr Simon übergebe und ein überleitender Musikbeitrag erklingt, möchte ich noch einmal "Danke" sagen - an alle, die sich im Jahr 2009 für die Belange der Stadt Bad Gandersheim und für die Menschen in Stadt und Dörfern eingesetzt haben. Gleichzeitig hoffe ich auch im Neuen Jahr 2010 auf dieses Engagement.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

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